Montag, 3. Oktober 2011

EU-Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ 2007-2013

Das Programm der Europäischen Union "Europa für Bürgerinnen und Bürger" (2007-2013) unterstützt eine große Bandbreite von Aktivitäten und Organisationen zur Förderung einer aktiven europäischen Bürgerschaft.

Es soll dazu dienen, die Kluft zwischen den BürgerInnen und der Europäischen Union zu überbrücken und die Beteiligung der BürgerInnen und ihrer Interessensvertretungen am Aufbau des „Projekts Europa“ forcieren.

Die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Kroatien, Mazedonien und Albanien sind zur Teilnahme am Förderprogramm berechtigt. Das Programm spricht Gemeinden und Städte genauso wie zivilgesellschaftliche Organisationen an, Vertretungen lokaler Behörden, aber auch Forschungseinrichtungen, Nichtregierungsorganisationen, gemeinnützige Organisationen, lokale und regionale Behörden sowie Think-Tanks.

Seit 2007 wurden 184 Projekte unter österreichischer Trägerschaft eingereicht, davon haben 79 österreichische AntragsstellerInnen mit einer Gesamtfördersumme von rund 2,5 Mio. Euro vom Förderprogramm profitiert. Die durchschnittliche Erfolgsquote für österreichische Projekte liegt also bei knapp 43%.

Im Jahr 2008 wurde der Europe for Citizens Point Austria in der EU-Kulturabteilung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur eingerichtet. Seine Aufgabe ist über das Programm zu informieren und den österreichischen AntragstellerInnen für Beratungsgespräche während der verschiedenen Projektphasen zur Verfügung zu stehen. Veranstaltungen und Workshops bieten darüber hinaus die Möglichkeit, wertvolle Informationen, Tipps und Tricks zu erhalten und Kontakte zu anderen AntragsstellerInnen bzw. ProjektträgerInnen und -partnerInnen aufzubauen. Auf der seit Anfang  2009 zur Verfügung stehenden Website der Kontaktstelle www.europagestalten.at werden außerdem österreichische Projekte vorgestellt und die aktuellen Ausschreibungen und die Auswahlergebnisse bekannt gegeben.
  • Aktion 1. Aktive Bürgerinnen und Bürger für Europa: Schwerpunkt dieser Maßnahme ist die Begegnung von BürgerInnen im Rahmen von Städtepartnerschaften. Das Kennenlernen, der Austausch, die Auseinandersetzung, die Entwicklungen von langfristigen Freundschaften zwischen den Menschen und den Gemeinden Europas stehen hier im Mittelpunkt.
  • Aktion 2. Aktive Zivilgesellschaft in Europa: Zivilgesellschaftliche Organisationen und Forschungseinrichtungen sind für das demokratische Leben der EU von entscheidender Bedeutung. Ihre Aktivitäten werden mittels Struktur- und Projektförderungen unterstützt.
  • Aktion 3. Gemeinsam für Europa:Dieser Aktionsbereich wird von der Europäischen Kommission initiiert und realisiert. Es werden Veranstaltungen mit großer Öffentlichkeitswirksamkeit und Studien durchgeführt sowie Informations- und Verbreitungsinstrumente für das Förderprogramm zur Verfügung gestellt.
  • Aktion 4. Aktive europäische Erinnerung: Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus und die Erhaltung der mit Deportationen in Verbindung stehenden Stätten und der Archive, die die grausamen Verbrechen dokumentieren, finden in dieser Fördermaßnahme Unterstützung.
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