Mittwoch, 3. August 2016

{Europa begreifen} Instrumente des Friedens. Vielfalt und Formen von Friedensverträgen im vormodernen Europa

In der Vormoderne wurden vielfältige friedenssichernde Instrumentarien entwickelt, die zum Teil bis heute noch genutzt werden. Welche sind es? Über welche völkerrechtlichen, ökonomischen sowie politischen Metaphern und Standards wurde Frieden kommuniziert?

Diese Fragen behandelt der vorliegende online-Sammelband, mit dem die Auswertung der Mainzer Bilddatenbank (http://www.ieg-mainz.de/friedensvertraege) fortgesetzt wird. Der Fokus liegt diesmal auf der Beantwortung der Frage nach dem friedenssichernden Gehalt von Heirats-, Handels-, Fremdenrechts-, Präliminarfriedensverträgen, Schiedssprüchen und Gefangenenaustauschmodalitäten.

Inhalt:
  • Heinz Duchhardt und Martin Peters  - Vorwort  4–4
  • Heinz Duchhardt  - »Europa« als Begründungsformel in den Friedensverträgen des 18. Jahrhunderts: von der »tranquillité« zur »liberté«  5–11
  • Martin Peters - Heiraten für den Frieden. Europäische Heiratsverträge als dynastische Friedensinstrumente der Vormoderne  12–20
  • Hildo van Engen - Der Frieden von Ath (1357): Ein Schiedsspruch zwischen Dichtung und Wahrheit  21–35
  • Andrea Weindl - Europäische Handelsverträge – Friedensinstrument zwischen Kommerz und Politik  36–55
  • Andrea Schmidt-Rösler - Prälimarfriedensverträge als Friedensinstrumente der Frühen Neuzeit  56–77
  • Peter Seelmann  - Aufhebungen und Einschränkungen des Jus albinagii – ein Instrument des Friedens?  78–93
  • Kirstin Schäfer - Kriegsgefangenschaft in Friedensvertragsrecht und Literatur  94–108

[Faires EUROPA.]