Samstag, 26. Dezember 2015

[ #Wirtschaft ] Paul Krugman / Richard Layard: Das Manifest der ökonomischen Vernunft (deutsch)

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Europas kameralistische Politiker kennen scheinbar noch keine doppelte Buchhaltung: "Weltweit sind die Defizite des öffentlichen Sektors mit den Überschüssen des privaten Sektors automatisch ausgeglichen."

Der Nobelpreisträger Paul Krugman (Princeton University) und der Londoner Volkswirt Richard Layard, Pionier auf dem Gebiet der Glücksökonomie, sind überzeugt: Europa wiederholt derzeit die gleichen wirtschaftspolitischen Fehler, die in den 20er und 30er Jahren gemacht wurden und zur Großen Depression geführt haben. Das Weblog DENKRAUM hat die besthenden übersetzungen in die deutsche Sprache nochmals überarbeitet, d.h. die Übersetzung en nachgebessert.

Das Manifest erinnert an 1929: 

"Mehr als vier Jahre nach dem Beginn der Finanzkrise stecken die hochentwickelten Volkswirtschaften immer noch in einer tiefen Depression – ein Zustand, der sehr an die 1930er Jahre erinnert. Der Grund dafür ist einfach: Wir verlassen uns auf dieselben Konzepte, die für die Politik der 1930er Jahre maßgeblich waren. Diese lange widerlegten ökonomischen Vorstellungen beinhalten grundlegende Fehleinschätzungen über Ursachen und Natur der Krise sowie über die angemessenen Reaktionen darauf."

Klaus Gauber zitiert auf seinem Weblog ". „Die Professoren Krugman und Layard dürfen sich auf einen Nobelpreis freuen, wenn sie mit einer realistischen, im Gegensatz zu einer ermahnden Antwort aufkommen“, schliesst Joffe zusammen. Krugman und Layard antworten in FT postwendend: „Die Antwort ist einfach“, schreiben die Urheber des Manifesto: Weltweit sind die Defizite des öffentlichen Sektors mit den Überschüssen des privaten Sektors automatisch angeglichen.


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