Sonntag, 23. Dezember 2012

Europas Städte (von) morgen

Ein Bericht der EU-Kommission (Regionalpolitik) liegt als PDf-Downoad (Broschüre) vor. Er wurde in drei Schritten ausgearbeitet: Darlegung des europäischen Modells der Stadtentwicklung (Kapitel 1), Diskussion der wichtigsten Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen dieses Modells (Kapitel 2 und 3) und Herausforderungen der Politikgestaltung für unsere „Städte von morgen“ (Kapitel 4).

Europa gehört weltweit zu den am meisten verstädterten Kontinenten. Inzwischen leben mehr als zwei Drittel der europäischen Bevölkerung in städtischen Gebieten, und ihr Anteil nimmt weiter zu. Die Entwicklung unserer Städte wird die künftige wirtschaftliche, soziale und territoriale Entwicklung der Europäischen Union bestimmen. Eine

Mehr als zwei Drittel der europäischen Bevölkerung leben in städtischen Gebieten. Städte sind Orte, an denen sowohl Probleme entstehen als auch Lösungen gefunden werden. Sie sind ein fruchtbarer Boden für Wissenschaft und Technologie, für Kultur und Innovation, für individuelle und gemeinschaftliche Kreativität und für die Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels. Städte sind aber auch Orte, an denen sich Probleme wie Arbeitslosigkeit, Segregation und Armut konzentrieren.


Motor Stadt.  Den Städten kommt als Motoren der Wirtschaft, als Orten der Vernetzung, der Kreativität und Innovation und als Dienstleistungszentren für ihre umliegenden Gebiete eine entscheidende Bedeutung zu. Aufgrund ihrer Dichte bieten Städte ein gewaltiges Potenzial für Energieeinsparung und die Entwicklung einer kohlenstoffneutralenWirtschaft. Städte sind aber auch Orte, an denen sich Probleme wie Arbeitslosigkeit, Segregation und Armut konzentrieren. .

Realer versus formaler Stadtraum. Die Verwaltungsgrenzen der Städte spiegeln nicht mehr die physische, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Realität der Stadtentwicklung wider – erforderlich sind neue Formen einer flexiblen Politikgestaltung.

Vision Stadt. Hinsichtlich der Ziele und Wertvorstellungen gibt es eine gemeinsame Vision der europäischen Stadt von morgen als:
  • einem Ort des weitreichenden sozialen Fortschritts, mit einem hohen Maß an sozialem Zusammenhalt, sozial gerechter Wohnungsversorgung und sozialen, gesundheitlichen und auf „Bildung für alle“ ausgerichteten Diensten;
  • einer Plattform für Demokratie, kulturellen Dialog und Vielfalt;
  • einem Ort der grünen, ökologischen, umweltbewussten Erneuerung;
  • einem Ort mit hoher Attraktivität und einem Wachstumsmotor.
Rolle der Städte. Städte spielen für die territoriale Entwicklung Europas eine entscheidende Rolle. Es herrscht Konsens über die zentralen Grundsätze der künftigen städtischen und territorialen Entwicklung in Europa, die:
  • sich auf ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum und eine ausgewogene territoriale Organisation der Aktivitäten mit einer polyzentrischen städtischen Struktur stützen sollte;
  • sich auf starke Metropolregionen und andere städtische Gebiete stützen sollte, die einen leichten Zugang zu Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichen Interesse bieten;
  • durch eine kompakte Siedlungsstruktur mit begrenzter Zersiedelung der Landschaft gekennzeichnet sein sollte;
  • sich durch ein hohes Maß an Umweltschutz und -qualität in und um die Städte auszeichnen sollte.
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Lohnt sich ein Download? Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis:
Vorwort III
Beiträge IV
Zusammenfassung VI
1. Entwicklung einer Europäischen Vision der Stadt von morgen
1.1. Einleitung  1
1.2. Was verstehen wir unter einer Stadt? 1
1.3. Die wachsende Bedeutung von Städten 2
1.3.1. Städte spielen eine Schlüsselrolle für das Wirtschaftswachstum  4
1.3.2. Städte tragen sowohl zu den Problemen als auch zu den Lösungen bei  5
1.4. Der europapolitische Kontext 7
1.4.1. Der Acquis Urbain 7
1.4.2. Die Territoriale Agenda 8
1.5. Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Vision der Stadtentwicklung 10
1.5.1. Können wir uns auf eine gemeinsame Vision einigen? 10
1.5.2. Eine europäische Vision der Städte von morgen 10
1.5.3. Eine europäische Vision der räumlichen Stadtentwicklung  12
1.6. Schlussfolgerungen – gemeinsame europäische Ziele der städtischen Entwicklung 12
2. Das Europäische Modell der Stadtentwicklung in Gefahr
2.1. Diagnose – demografischer Rückgang 15
2.2. Diagnose – wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr  18
2.2.1. Europäische Städte folgen sehr unterschiedlichen Entwicklungspfaden 18
2.2.2. Beschäftigungsqualifikationen in Gefahr 19
2.2.3. Städte im Angesicht der Krise  21
2.2.4. Wettbewerb als Nullsummenspiel  22
2.3. Diagnose – zunehmende soziale Polarisierung 22
2.3.1. Räumliche Segregation und Wohnverhältnisse 24
2.3.2. Eine wachsende Zahl von sozialen Außenseitern 26
2.4. Diagnose – Verknappung der natürlichen Ressourcen 26
2.4.1. Zersiedelung und Flächenverbrauch 26
2.4.2. Urbane Ökosysteme unter Druck 28
2.5. Unterschiedliche Governancesysteme 29
2.6. Schlussfolgerungen – eine herausfordernde Zukunft für die Städte von morgen  31
3. Die Wichtigsten Herausforderungen der Städte von morgen
3.1. Was können wir zu den künftigen Herausforderungen sagen? 33
3.2. Die vielfältige, solidarische und attraktive Stadt 34
3.2.1. Das Potenzial der Vielfältigkeit 34
3.2.2. Vielfalt zu einem dynamischen Gut machen 34
3.2.3. Eine Stadt für alle sichern – die solidarische Stadt 36
3.2.4. Bekämpfung von Energiearmut und räumlicher Ausgrenzung  38
3.2.5. Entwicklung von sozialer Innovation  38
3.2.6. Anpassung des wirtschaftlichen und sozialen Lebens der Stadt
an eine alternde Bevölkerung 39
3.2.7. Anziehung junger Menschen und Raum für Kinder  40
3.3. Die umweltfreundliche und gesunde Stadt  41
3.3.1. Ein ganzheitlicher Ansatz bei ökologischen Fragen und Energieeffizienz 41
3.3.2. Mobilität nachhaltig, zugänglich und gesund machen 44
3.3.3. Eine nachhaltige Stadt mit attraktiven öffentlichen Räumen 48
3.4. Schaffung einer widerstandsfähigen und Teilhabe gestattenden Wirtschaft 48
3.4.1. Wege zu einer lebensfähigen lokalen Wirtschaft 49
3.4.2. Förderung von neuen Arbeitsplätzen, des Unternehmergeists und
einer breiten Qualifikationen der Bevölkerung  50
3.4.3. Entwicklung von Sozialkapital  52
3.4.4. Nutzung von Technologie zur Förderung gemeinschaftlicher
Intelligenz und Innovation  52
3.4.5. Verbindung zur globalen Wirtschaft – Städte als Zentren globaler Netze  53
3.4.6. Die Herausforderung der Vernetzung 53
3.5. Ein polyzentrisches urbanes Europa mit einer ausgewogenen räumlichen Entwicklung 56
3.5.1. Eine harmonische Entwicklung der Stadt und der sie umgebenden Region 56
3.5.2. Förderung der Vielfalt und Authentizität von Städten  57
3.6. Ein ganzheitliches Konzept der nachhaltigen Stadtentwicklung 59
3.6.1. Überwindung von Konflikten und Gegensätzen 61
3.6.2. Ein besseres Verständnis von Gegebenheiten, Kapazitäten und Zielsetzungen 62
3.6.3. Ein besseres Verständnis von Gegebenheiten, Kapazitäten und Zielen 62
4. Governance – Antworten auf die Herausforderungen
4.1. Von der Verwaltung zur Gestaltung 65
4.2. Ein integrierter Ansatz für die Stadtentwicklung und Governance 65
4.3. Neue Modelle der räumlichen Politikgestaltung 68
4.3.1. Neue städtische Gegebenheiten 68
4.3.2. Die zunehmende Bedeutung der Stadt auf der Ebene der Region bzw. Metropolregion 69
4.3.3. Die Notwendigkeit einer flexiblen Politikgestaltung auf mehreren Ebenen  72
4.4. Aufbau von Kapazitäten für eine langfristig vorausschauende und strategische Planung . . 74
4.4.1. Die Notwendigkeit einer soliden Wissensbasis  74
4.4.2. Vorausschau als partizipatives Governance-Instrument
zur Handhabung von Komplexität 78
4.5. Gemeinschaftliche Mobilisierung rund um ein europäisches Stadtentwicklungsmodell  . 82
4.5.1. Mobilisierung der Bürger 82
4.5.2. Von der Bevölkerung initiierte Entwicklungsansätze  82
4.5.3. Notwendiger Aufbau von Kapazitäten und Kompetenzen,
um eine uneingeschränkte Teilhabe zu gewährleisten 85
4.6. Die Zusammenarbeit zwischen den Städten ist der Schlüssel
zu einer nachhaltigen europäischen Stadtentwicklung  85
4.7. Schlussfolgerungen – eine Stärkung des europäischen Stadtentwicklungsmodells 87
4.7.1. Governance-Erwägungen für die „Städte von morgen“  87
4.7.2. Für eine sozial innovative, integrative und integrierte Politikgestaltung
auf mehreren Ebenen  89
Schlussfolgerungen 91
Anhänge 94
Kapitel 1 – Anhang 1 94
Kapitel 1 – Anhang 2 95
Kapitel 2 – Anhang 1 96
Kapitel 4 – Anhang 1 97
Kapitel 4 – Anhang 2 98
Kapitel 4 – Anhang 3 99
Liste mit Abbildungen, Karten und Tabellen  100