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Freitag, 19. April 2019

{Europa begreifen} Die SCHWEIZ - Ein europäisches Politikmodell?


... gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen, ... "
(aus der Präambel der Schweizer Bundesversammlung)

Die Schweiz liegt im Zentrum Europas. Und wenn sie auch nicht Mitglied der Europäischen Union ist, so ist sie doch ein ständiges Modell für europäische Politik. Sie ist eine Willensnation, gebildet von mehreren Volksgruppen mit verschiedenen Sprachen und Religionen. Seit 1848 ist sie ein Bundesstaat, nach den Vereinigten Staaten von Amerika, der zweitälteste. Der staatliche Aufbau der Schweiz ist föderalistisch und gliedert sich in die drei politischen Ebenen 2495 Gemeinden, 26 Kantonen und dem Bund.
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Mittwoch, 10. April 2019

{Europa begreifen} Europäische Geschichte Online: Eine transkulturelle Geschichte Europas im Internet


Europäische Geschichte Online (EGO) ist eine frei zugängliche Open-Access Website in deutscher und englischer Sprache, die wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte Europas zwischen 1450 und 1950 veröffentlicht.

Sie versteht das Europa der Neuzeit als ein Kommunikationsraum, in einer geographischern, kulturellen, religiösen und politischen Vielfalt.
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Mittwoch, 28. November 2018

{Europa begreifen} Grenzen des Friedens: Europäische Friedensräume und -orte der Vormoderne


Europäische Friedensverträge der Vormoderne sind eine geeignete Quelle, um räumliche Wahrnehmung in der damaligen Zeit zu untersuchen. Landerwerb, Ländertausch, Landkompensationen und Arrondierung sind zentrale raumbezogene Maßnahmen frühneuzeitlicher Außen- und Sicherheitspolitik.

Was kann man aus Friedensverträgen über Räume, Orte und Grenzen erfahren? Enthalten diese völkerrechtlichen Urkunden und deren Auslegungen Informationen über den Aufbau, Ausbau oder auch Abbau spezifischer Räume und Orte, Grenzen und Linien?

Die Beiträge des online-Beihefts »Grenzen des Friedens« untersuchen an ausgewählten Beispielen raumbezogene Dimensionen im europäischen Friedensprozess der Vormoderne.

 [Faires #EUROPA ]
Inhaltsverzeichnis
Martin Peters  - Vorwort  4–4
Andreas Kunz/Johannes Wischmeyer - Geleitwort: Frühneuzeitliche Friedensgrenzen im Kontext raumbezogener Fragestellungen 5–6
Andrea Weindl - Von Linien und (Stütz-)Punkten – Kartographie und Herrschaft im Zeitalter der Entdeckungen 7–28
Martin Peters - Friedensorte in Europa – Überlegungen zu einer Topographie vormoderner Friedensschlüsse 29–54
Peter Seelmann - »… zu einer Bestendigen rechten und heytern March gesetzt und benambset …« – Grenzen und Räume in Savoyen-Piemont 55–66
Andrea Schmidt-Rösler - Grenzraum und Staatlichkeit. Zur Wahrnehmung des Fürstentums Siebenbürgen in der Frühen Neuzeit 67–83
Bengt Büttner - »an beider reiche grentzen oder sonst einem gelegenen ort« – die dänisch-schwedischen Grenztreffen im 16. und 17. Jahrhundert 84–110

Mittwoch, 25. Oktober 2017

{Europa begreifen} Die Geschichte der Europäischen Kommission von 1958 bis 1986

Geschichte und Erinnerungen einer Institution als kostenloses PDF-Buch. Was ist die Europäische Kommission und was tut sie? Zwei Bände geben Auskunft über die Geschichte dieser Institution von 1958 bis 1986. 
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Dienstag, 25. Juli 2017

{Europa begreifen} Islamisches Recht und europäischer Rechtstransfer

Quelle:   Wikimedia - Wandfliese im Gerichtssaal von Alhambra in Granada: "es gibt keinen Sieger außer Gott"
Die Frage nach den externen Einflüssen auf das islamische Recht stellt sich in besonderer Weise für seine Entstehungsphase und für die Reformbewegungen der letzten zwei Jahrhunderte. In ihrer formativen Phase hat die islamische Rechtswissenschaft aus unterschiedlichen Quellen schöpfend ein beeindruckendes eigenständiges Rechtssystem geschaffen, dem man in vielen Fällen seinen Ursprung nicht mehr ansehen kann.

Die seit dem 18. Jahrhundert entstandenen Reformbewegungen sind einerseits einem äußeren Anstoß durch Europa zu verdanken, konnten aber andererseits auch aus der eigenen Tradition schöpfen. Das im 19. und 20. Jahrhundert entstandene moderne islamische Recht ist jedoch in seiner Legitimierung wegen des westlichen Einflusses bis in jüngster Zeit einer Zerreißprobe ausgesetzt.

Ein Beitrag des Wiener Rechtswissenschaftlers Richard Potz in "Europäische Geschichte Online (EGO)" liefert Erhellendes und Übersicht:

INHALTSVERZEICHNIS
  • Vorbemerkung
  • Das Entstehen des islamischen Rechts
  • Die frühen Einflüsse auf das entstehende islamische Recht
  • Mittelalterliche und neuzeitliche Einflüsse
  • Das moderne islamische Recht und der europäische Einfluss im 19. und 20. Jahrhundert
  • Reformen und Kodifikationen
  • Die Reformen des Osmanischen Reiches und der Türkei
  • Die Rechtsfortbildung unter kolonialer Herrschaft
  • Das moderne islamische Recht in postkolonialer Zeit
  • Anhang
  • Literatur
  • Anmerkungen
  • Indices
  • Zitierempfehlung

Der Autor. Richard Potz (* 13. Oktober 1943 in Wien) ist ein österreichischer Rechtswissenschaftler. Er ist der Leiter des Instituts für Rechtsphilosophie, Religions- und Kulturrecht der Universität Wien.

EGO. Europäische Geschichte Online (EGO) ist eine frei zugängliche Open-Access Website in deutscher und englischer Sprache, die wissenschaftliche Beiträge zur Geschichte Europas zwischen 1450 und 1950 veröffentlicht. Sie versteht das Europa der Neuzeit als ein Kommunikationsraum, in einer geographischern, kulturellen, religiösen und politischen Vielfalt.

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{Europa begreifen} Kolonialismus

Karte der EU - Überseeische Länder und Hoheitsgebiete (OCT) 
Quelle:  NaturalEarth via Wikimedia
Der neuzeitliche Kolonialismus beginnt mit dem Übergreifen Portugals und Spaniens auf Afrika und Südamerika gegen Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Er dauerte im Kern etwa bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges.


"Kolonialreste" sind als sog. "Überseegebiete" heute sogar Teil der Europäischen Union oder mit ihr assoziiert:
  • Zu Spanien gehören die vor Afrika gelegenen Kanarischen Inseln und die an der Küste Marokkos gelegenen Hoheitsgebiete (u. a. die Exklaven Ceuta und Melilla). Geographisch sind sie Teil Afrikas.
  • Zu Portugal gehören die Ilhas Selvagens, die geographisch Teil Afrikas sind.
  • Unter der Souveränität Großbritanniens stehen die Gebiete: Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Falklandinseln, Kaimaninseln, Montserrat, Pitcairninseln, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Turks- und Caicosinseln
  • Zu Frankreich gehören folgende Überseegebiete: Clipperton-Insel, Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien, Französische Süd- und Antarktisgebiete, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Neukaledonien, Réunion, Saint-Barthélemy, Saint-Martin, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna
  • Zum Königreich der Niederlande gehören: Aruba, Curaçao, Sint Maarten, Bonaire, Saba und Sint Eustatius.
Die Epoche des neuzeitlichen Kolonialismus beginnt im Zeitalter der “Entdeckungen” im 15. Jahrhundert und erreichte im 19. und 20. Jahrhundert ihren Höhepunkt als weite Teile der Welt unter direkter oder indirekter europäischer Herrschaft standen. Gerechtfertigt wurde das europäische Ausgreifen häufig damit, den Rest der Welt durch und für europäische Werte zu “zivilisieren”.

In den Kolonien materialisierte sich ein ambivalentes Bild: Neben Widerstand gegen die europäische Fremdherrschaft gab es lokale Statthalter der Kolonisierenden; während Teile der ansässigen Eliten Europa zum Vorbild für die Moderne nahmen, bewahrten sich andere ihre eigenen Ideen von Fortschritt. Während viele der einstigen Kolonialgebiete mit ihrer Unabhängigkeit den Pfad einer weitgehend selbstbestimmten Entwicklung einschlugen, stockt der Staatenbildungsprozess anderer bis heute.

Aus Politik und Zeitgeschichte  (APuZ)."Aus Politik und Zeitgeschichte" - die Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" - wird von der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung herausgegeben. Sie veröffentlicht wissenschaftlich fundierte, allgemein verständliche Beiträge zu zeitgeschichtlichen und sozialwissenschaftlichen Themen sowie zu aktuellen politischen Fragen. Sie ist ein Forum kontroverser Diskussion, eine Einführung in komplexe Wissensgebiete und bietet eine ausgewogene Mischung aus grundsätzlichen und aktuellen Analysen.

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Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick in das Inhaltsverzeichnis:
  • Sebastian Conrad - Kolonialismus und Postkolonialismus
  • Jürgen Zimmerer - Geschichte des europäischen und deutschen Kolonialismus
  • Andreas Eckert - Rechtfertigung und Legitimation von Kolonialismus
  • Aram Ziai - Neokoloniale Weltordnung?
  • Nikita Dhawan - Postkoloniale Staaten, Zivilgesellschaft und Subalternität
  • Sébastien Martineau  - Antikoloniale Bewegungen in Afrika. Drei Beispiele
  • Ursula Lehmkuhl  Ambivalenzen der Modernisierung durch Kolonialismus
  • Kien Nghi Ha  - Die fragile Erinnerung des Entinnerten