Montag, 29. August 2011

Amnesty: Wieder Hunderte von Roma in Rumänien von Zwangsräumungen bedroht


In Baia Mare (dt. Frauenbach), einer Stadt im Nordwesten Rumäniens ist geplant, noch in dieser Woche Hunderte von Menschen, die nicht offizielle in der Stadt gemeldet sind, auszuweisen.

Betroffen sind die BewohnerInnen von Craica, Ferneziu, Horea und Pirita - Teile der Stadt, in welchen keine angemessenen Lebensbedingungen vorherrschen. Weder Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen, noch gesicherte Landbesitzregelungen sind hier anzutreffen.

Den ausgewiesenen Menschen wird, nach den Plänen der Bürgermeisterin, in der Folge der weitere Zutritt zur Stadt verboten, die Häuser werden zerstört.

Gleichzeitig wollen die Behörden die gesamten Siedlungen niederreißen und zerstören, was auch Menschen betreffen wird, die offiziell in Baia Mare gemeldet sind.

Etwa 1100 Menschen, die Mehrheit davon Roma, könnten bis zum 1. Oktober zwangsvertrieben werden. Auch in anderen Teilen der Stadt sind Zwangsräumungen geplant, um städtische Wohnbauprojekte zu ermöglichen. Bis zur Realisierung der Projekte werden die vertriebenen BewohnerInnen allerdings vor dem Nichts stehen und obdachlos sein.

Fordern Sie von den zuständigen Behörden, dass die Zwangsräumungen erst in letzter Konsequenz und dann im Rahmen internationaler Menschenrechtsstandards durchgeführt werden.

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Wieder Hunderte von Roma in Rumänien von Zwangsräumungen bedroht