Dienstag, 15. Dezember 2015

[ #EU-Erweiterung ] Der Westbalkan als Kollateralschaden europäischer (Passiv-)Politik?

 Während die EU auf das technokratische Business as Usual in der Erweiterungspolitik setzt, steckendie Erweiterungskandidaten in Südosteuropa im Jahr 2015 in einer veritablen Krise.

Zu den persistenten strukturellen, politischen und sozioökonomischen Schwierigkeiten in der Region gesellen sich angesichts des anhaltend starken Zustroms der Flüchtlinge entlang der Westbalkanroute neue Probleme hinzu. Zugleich nimmt die Strahlkraft des Role-Models der EU tendenziell ab. Das Policy Paper analysiert vor diesem Hintergrund die aktuellen Entwicklungen in Südosteuropa und skizziert mögliche Gefahren bei einer fortgesetzten Strategie des Business as Usual in der Erweiterungspolitik.

Autoren. Dr. Vedran Dzihic ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am oiip für die thematischen Schwerpunkte Westbalkan, EU-Erweiterung     und Demokratisierung und Vortragender am Institut für Politikwissenschaften der Universität Wien. Dieses Policy Paper ist in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik entstanden. Der Beitrag wurde auch bei EurActiv.de veröffentlicht.

Österreichisches Institut für Internationale Politik. Das Österreichische Institut für Internationale Politik (oiip) ist eine unabhängige außeruniversitäre wissenschaftliche Forschungseinrichtung mit Sitz in Wien. Der Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit liegt statutengemäß im Bereich internationale Politik mit Fokus auf angewandte Grundlagenforschung und politikorientierte Analysen. Das oiip ist einerseits ein Forschungsinstitut, das auch policy orientiert ist und Beratungstätigkeit durchführt, andererseits ist es eine akademisch-wissenschaftliche Institution, die teilweise an die Universität angegliedert ist. International tätig ist das Institut durch die Teilnahme der Mitglieder an internationalen Konferenzen und durch Beiträge in internationalen Publikationen. Das oiip fördert vor allem Diskussion, Dialog und Diskurs. Die WissenschafterInnen des Instituts werden regelmäßig von der öffentlichen Hand wie auch von politischen Entscheidungsträgern zu Beratungstätigkeiten herangezogen.


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